UKSH setzt verstärkt auf mobile Patienteninformationen

Do, 5. November 2026 - 08:00
UKSH setzt verstärkt auf mobile Patienteninformationen
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Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) nutzen inzwischen rund 1.800 Beschäftigte die mobile ORBIS App, um direkt am Behandlungsort auf digitale Patienteninformationen zuzugreifen. Bei einem gemeinsamen Besuch von Apple und dem Softwarehersteller Dedalus am Campus Kiel standen die Erfahrungen aus dem klinischen Alltag und die weitere Integration mobiler Technologien in die Krankenhausversorgung im Mittelpunkt.

Die von Dedalus entwickelte Anwendung, früher unter dem Namen Info4U bekannt, ermöglicht ärztlichem Personal den mobilen Zugriff auf Informationen aus der digitalen Pflege- und Behandlungsdokumentation. Dadurch können relevante Patientendaten unmittelbar während der Versorgung eingesehen werden, ohne einen stationären Computer aufsuchen zu müssen. Das UKSH gehört seit 2024 zu den intensiven Nutzern der Software. Die bisherigen Erfahrungen bilden eine Grundlage für die Anpassung digitaler Funktionen an die Anforderungen der medizinischen Versorgung.

Einblicke in den klinischen Alltag

Während ihres Besuchs tauschten sich Vertreter von Apple und das Entwicklerteam von Dedalus mit Ärzten, medizinischem Fachpersonal und den sogenannten itDocs des Universitätsklinikums aus. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie mobile Technologien bestehende Arbeitsabläufe unterstützen können. Die Beschäftigten berichteten über ihre Erfahrungen beim Zugriff auf Patienteninformationen und erläuterten, welche Anforderungen sich aus der täglichen Nutzung ergeben.

Dabei ging es insbesondere um die Verfügbarkeit relevanter Informationen am Behandlungsort und die Einbindung digitaler Werkzeuge in bestehende Prozesse. Der direkte Austausch ermöglichte es den Technologieunternehmen, praktische Anforderungen und mögliche Verbesserungen mit den Anwendern zu diskutieren.

Technik und Versorgung

Eine wichtige Rolle bei der Digitalisierung des UKSH übernimmt die UKSH Gesellschaft für IT Services mbH (UKSH ITSG). Sie bildet die Schnittstelle zwischen den technischen Möglichkeiten der eingesetzten Systeme und den Anforderungen der klinischen Fachbereiche. Gemeinsam mit den itDocs und den medizinischen Abteilungen sammelt die ITSG Rückmeldungen aus der Praxis und übersetzt diese in konkrete Anforderungen an die Softwareentwicklung.

Die enge Zusammenarbeit mit Dedalus hat nach Angaben des Universitätsklinikums bereits zur Weiterentwicklung der mobilen Funktionen beigetragen. Dabei steht weniger die Einführung zusätzlicher Technologien als vielmehr deren sinnvolle Integration in bestehende Versorgungsprozesse im Vordergrund.

Weitere mobile Einsatzmöglichkeiten

Die Erkenntnisse aus dem Besuch sollen in die weitere Produktentwicklung einfließen. Dedalus plant, bestehende Funktionen zu verbessern und zusätzliche mobile Anwendungsmöglichkeiten im Krankenhaus zu erschließen. Die Erfahrungen am UKSH zeigen, wie medizinisches Personal durch mobile Lösungen unabhängig von stationären Arbeitsplätzen auf benötigte Informationen zugreifen kann. Ob sich dadurch messbare Verbesserungen bei Arbeitsaufwand, Behandlungsabläufen oder Versorgungsqualität ergeben, geht aus den vorliegenden Angaben allerdings nicht hervor.

Für die weitere Entwicklung bleibt deshalb entscheidend, wie gut sich digitale Anwendungen in die klinische Praxis integrieren lassen und in welchem Umfang sie die Arbeit der medizinischen Beschäftigten tatsächlich unterstützen.

Referenzen

UKSH

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